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Veranstaltungskalender

Der Musikverein stellt sich vor

Wo liegt Admont?

Admont liegt im Ennstal, und zwar am Eingang des bekannten Berg- und Klettergebietes Gesäuse. Hier wurde am 26. Oktober 2002 der Nationalpark Gesäuse eröffnet.
Die ehemals eigenständige Gemeinde Hall wurde bei der Fusion 2015 zum Ortsteil der neuen Gemeinde Admont (bestehend aus Admont, Hall, Johnsbach und Weng im Gesäuse).
Und so erreichen Sie dieses wunderbare Erholungsgebiet in der Steiermark:

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Geschichte:

Der Beginn der musikalischen Tätigkeit des Vereines geht bis in das Jahr 1877 zurück (Magisterarbeit von Mag. Rom Bernd aus dem Jahre 1988, S.99 ff).

Durch die Nähe zum hochmusikalischen Benediktinerstift Admont gab es auch auf dem Blasmusikgebiet sehr früh eine rege Tätigkeit.

Nachweislich hat lt. Gemeindeprotokoll v. 10.5.1881 die "hiesige Musikkapelle" bei den Festlichkeiten, die anlässlich der Vermählung des Kronprinzen Rudolf stattfanden, mitgewirkt.

Die Musikkapelle marschierte beim abendlichen Fackelzug voran und spielte am nächsten Tag um 5 Uhr früh (vermutlich wohl eine der ersten) Tagreveille.

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Sehr interessante Originaldukumente wurden 2006 aufgefunden.

Sie stammen aus den Jahren 1891 bis 1894.

Zu dieser Zeit gab es bereits einen so genannten Musik-Club, das war ein Streichorchester.  Viktor Waldhuber (Stiftstischler) erklärte sich bereit, zu versuchen eine "Blechmusik" zusammenzustellen (Herbst 1891). Das Problem war die Finanzierung. Man ersuchte die Feuerwehr und den Veteranenverein bei dieser Gründung aktiv mitzuwirken. Der Veteranenverein stellte die kleine und große Trommel sowie die Tschinellen unentgeltlich zur Verfügung. Mit Sammelaktionen im Ort wurden weitere Mittel zum Ankauf bzw. für Ausleihgebühren von Instrumenten aufgebracht.
Einen wesentlichen Beitrag, der die Gründung der "Blechmusik Harmonie" (offizieller Wortlaut) erst ermöglichte, war eine Spende der Feuerwehr in Höhe von 100 Gulden. Dieser Betrag wurde ebenfalls aus Sammelgeldern aufgebracht, war aber für die Anschaffung einer neuen Feuerwehrfahne vorgesehen. Das Vergnügungs-Comitee der Feuerwehr war jedenfalls bereit, für die Gründung der Blechmusik Harmonie diesen Betrag bereitzustellen.

Obmann war Ludwig Großauer, der auch die Feuerwehr im Ausschuss vertreten hat. Kapellmeister ab dem Jahre 1891 war Viktor Waldhuber. Engelbert Bamminger, einer der nachfolgenden Obmänner, spielte Baßflügelhorn. Im Ausschuss waren weiters Mitglieder vom Veteranenverein vertreten. Das Probelokal wurde vom Stift Admont zur Verfügung gestellt.

Ab dem Jahre 1892 wurde auch der Schützenverein eingeladen, die "Blechmusik Harmonie" zu unterstützen und es "circulierte" auch ein Bogen zur Aufnahme von (ersten) unterstützenden Mitgliedern.

Feststellen konnte man, dass in dieser Zeit der gesamte Ort bereit war, aber auch die wichtigsten Vereine zusammenhalfen, eine Musikkapelle zu gründen bzw. auch zu erhalten (Originalbelege erliegen im Vereinsarchiv des MV Admont-Hall auf)!

Aus dem Tätigkeitsbericht 1893 ist u.a zu entnehmen:

        *    Tag-Reveille am 1. Mai in der Reihenfolge: Abt, Bürgermeister, Feuerwehrhauptmann, besondere Gönner . .
        *    Frohleichnamsfeier in Admont und Hall!
        *    Eröffnung der Hesshütte (ohne Honorar)

        *    Musste die Schicht eines Musikers ersetzt werden, bekam er lt. Beschluss 1 Gulden und 50 Kreuzer.

Fahnenweihe 1902 des Männergesangvereines Admont
(gegründet 1900)

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natürlich mit der "Blechmusik Harmonie"

  

Die "Admonter Blechmusik" im Jahre 1905

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links außen: Leopold Stoll sen. vlg. Rosenbichler; vorne: zweiter von links: Mathias Leitner vlg. Schauersberger
(1. Flügelhornist), dritter von links dann Kapellmst. Dir. Franz Rabl

Kaiserfest in Admont

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1914

Die Musikkapelle in der Ersten Republik

(im Jahre 1921)

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Festzug durch Admont

links vorne: Gasthaus Kamper

Im Jahre 1927 wurde der Verein geteilt in die "Bürgermusik" (Marktkapelle Admont) und in die "Grablermusik" (Musikverein Krumau/Paradies). In den Jahren bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde sogar ein musikalischer Konkurrenzkampf geführt. Aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse  wurde per Gemeinderatsbeschluss vom 27.7.1939 die Grablermusik wieder in den Musikverein Admont (Marktkapelle) übergeführt.

Die Grablermusik

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hatte ihr Zentrum im Gasthof "Paradies"

Die Grablermusik führt einen Festzug durch Admont an

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rechts dahinter das ehemalige Textilgeschäft Matlschweiger

Grablermusik: Musikerhochzeit

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Simon Unterdechler 1935

Die Musikkapelle (Bürgermusik)  im  Jahre 1935 schon mit stattlicher Kleidung

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1. Reihe: Fritz Rauscher, Anton Aigner, Leopold Reisinger, Giselbert Bretscherer, Engelbert Baminger, Herr Fournier, Ludwig Fuchs, August Kohlbacher, Max Löschenkohl, Johann Kohlbacher

2. Reihe: Karl Bammer, Sepp Schmidt, Hermann Lechner, Ladislaus Wolf, Hubert Berghofer, Stefan Reitegger, Anton Tasch

3. Reihe: Josef Haas, Eduard Pichler, Franz Böhmer, Johann Neiss, Johann Eichhorn, Heribert Raich, Peter Seebacher, Anton Lösch

Ein interessantes Foto der Kapelle

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aus dem Jahre 1937

u.a.  Heribert Raich mit dem Helikon rechts außen
(Vater von Prof. Heribert Raich, Adler-Verlag, Bad Aussee)

Nach Ende der Kriegswirren erreichte die Musikkapelle (von da an Musikverein Admont und Umgebung) alsbald ein sehr hohes musikalisches Niveau. Bei Wertungsspielen erzielte die Kapelle unter Kapellmeister Markus Löschenkohl ausgezeichnete Ränge und gehörte zu den führenden Kapellen im Ennstal.

Die Musikkapelle nach dem 2. Weltkrieg:

Das Klarinettenregister 1946

Musikkapelle-1946-web450 Klarinettisten-1946-web450

Man schreibt das Jahr 1946

in der Mitte: Anton Tasch; rechts außen: Sepp Zechmeister

Heribert Raich sen.

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der legendäre Bassist

Das "normale" Leben nach dem Krieg:

Faschingszüge in Admont ohne Musikkapelle  undenkbar!

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vorne von links nach rechts:  

 Rudolf Ohrner sen., Siegfried Egger und Fritz Rauscher sen.

Im Jahre 1954 erhielt die Musikkapelle für alle Musiker neue Steireranzüge.

Die Kapelle im Jahre 1954

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1. Reihe: Anton Peer, Friedrich Rauscher, August Kohlbacher, Max Löschenkohl sen., Stefan Liebentritt, Richard Berghofer, Max Löschenkohl jun., Ernst Löschenkohl 

2. Reihe: Hubert Berghofer, Simon Bischof, Herman Felbinger, Peter Bliem, Hans Ernecker, Georg Ysopp, Franz Hermannsdorfer, Josef Zechmeister, Anton Tasch

3. Reihe: Gottfried Schneeberger, Hans Frank, Karl Reif, Peter Seebacher, Rudolf Ohrner, Eduard Skok, Engelbert Tasch, Alois Tasch, Norbert Prandstätter

In den Jahren danach hatte die Kapelle immer wieder Kapellmeisterprobleme, da den Bewerbern keine geeigneten Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden konnten. Die Organisatoren in dieser Zeit waren aber besonders rege und hielten die Vereinstätigkeit trotzdem aufrecht. Insbesondere sind hier die Obmänner Friedrich Rauscher und Stefan Liebentritt hervorzuheben.

Ab dem Jahre 1970 begann eine neue Ära. Der Verein wurde von Obmann Josef Prantl und die Musikkapelle von Kurt Eibl geleitet. 1971 trat die erste Musikerin (Erni Berger) in die Kapelle ein. Besonders intensiv widmete man sich der Jugendausbildung, sodass 1974 die Kapelle bereits mit 35 MusikerInnen antreten konnte.

Die Musikkapelle noch mit alter Tracht (und Gamsbart)

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Obmann: Josef Prantl und Kapellmeister: Kurt Eibl

1974 (in diesem Jahr war die 900-Jahr-Feier des Stiftes Admont) wurde mit großer Unterstützung der Gemeinden, des Stiftes Admont und der gesamten Bevölkerung auch eine Neueinkleidung und Neuinstrumentierung durchgeführt.

Die Kapelle im Jahre 1974

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Trommelknaben: Manfred Zinnebner, Thomas Tasch

1. Reihe: Herta Walcher, Georg Ysopp, Josef Diethardt, Ferdinand Walcher, Simon Bischof, Josef Prantl, Kurt Eibl, Franz Kalß, Engelbert Tasch, Norbert Prandstätter, Annemarie Prandstätter

2. Reihe: Otto Egger, Bernd Reiter, Emanuel Peter, Robert Siegl, Walter Zeritsch jun., Rudolf Raninger, Rudolf Ohrner, Manfred Leitner

3. Reihe: Engelbert Unterweger, Manfred Schrefler, Günther Prantl, Anita Weirer, Eva Rom, Leopold Stoll, Robert Walcher, Fritz Stadlhofer

4. Reihe: Herbert Zettelbauer, Walter Zeritsch sen., Peter Taferner, Engelbert Watzl, Gerhard Kössler, Bernd Rom

Die Weihnachtskonzerte im Volkshaus Admont (1978)

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musikalischer Leiter: Kurt Eibl, Solist: Bernd Reiter (verstorben 2000)

In dieser Zeit wurde auch eine Bauernkapelle unter dem Namen "Original Admonter Buam" gegründet, die unter anderem eine Musikcassette herausbrachte. Gründer dieser Gruppe war Kurt Eibl. Die Musikgruppe spielte auch Schlager. Sie gestaltete in dieser Besetzung sogar einige Bälle.

Die Admonter Buam (1977)

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1. Reihe: Bernd Rom, Bernd Reiter
2. Reihe: Otto Egger, Herbert Zettelbauer, Peter Schnepfleitner, Thomas Tasch, 
Walter Zeritsch, Kurt Eibl, Reinhold Liedl, Rudolf Ohrner, Wolfgang Maunz, Engelbert Tasch

Link zum Nostalgietonbeispiel der Admonter Buam.

Im Jahre 1987 fand unter Obmann Ing. Otto Egger ein bemerkenswertes Bezirksmusiktreffen, verbunden mit einem dreitägigen Zeltfest, statt. Das Treffen war im Stiftskellerhof. Am Monsterkonzert nahmen mehr als 20 Musikkapellen teil. Die damalige musikalische Leitung lag in den Händen von Kapellmeister Friedrich Fösleitner.

1987: Obmann Ing. Otto Egger; Kapellmstr.: Fritz Fösleitner

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Pfarrfest 1988 im Rosarium des Stiftes Admont

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Abt Bruno Rader aus St. Paul am Taktstock

Im Jahre 1988 übernahm dann Kapellmeister Mag. Bernd Rom die musikalische Leitung der Musikkapelle.

Die Musikkapelle im Jahre 1989

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mit Kapellmeister Mag. Bernd Rom und Obmann Ing. Otto Egger

Aus den Vereinsstatuten geht hervor, dass der Verein nicht nur aus aktiven Mitgliedern, sondern auch aus unterstützenden Mitgliedern der Gemeinde Admont und deren Umgebung besteht. Dadurch hat die Kapelle musikalisch zwei Gemeindegebiete zu betreuen. So wird z.B. das Fronleichnamsfest in Hall erst am darauffolgenden Sonntag gefeiert. Es war daher naheliegend, dass der Musikverein im Jahre 1994 in den

Musikverein Admont-Hall 

umbenannt wurde.

Das Vereinsemblem ab 1994

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MV Admont-Hall

Und so zeigt sich die Kapelle ab dem Jahre 2004 in der Öffentlichkeit:

Florianifeier 2004

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Die Kapelle mit Kapellm. Mag. Bernd Rom und Stabführer R. Raninger

sowie den Marketenderinnen Ingrid Ernecker und Andrea Reiter
(Aufputz der Kapelle)

Und im Jahre 2006

bei der Marschwertung in Ardning

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anlässlich des Bezirksmusikfestes mit 4 Marketenderinnen!

Und jetzt schreiben wir das Jahr 2009:

Hochzeitsmesse in der 

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Stiftskirche Admont (2009)

Die Jugendkapelle

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bei der Marschwertung 2009 in St. Gallen

Die Kapelle im Jahr 2012:






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